Erstes MINERGIE-Stadion der Schweiz

10.04.2012 13:54 von Antonio Milelli

Solaranlagen und Seewasser sorgen dafür, dass das Eisstadion genügend Energie hat – davon profitieren Hockeyaner und Eisprinzessinnen.

In der Bossard-Arena in Zug dreht sich meist alles ums Thema Eishockey. Dabei gibt es rund um das 2010 eröffnete Stadion noch weitere interessante Dinge zu entdecken.

Die Bossard-Eisfläche in Zug ist 30 Meter breit und 60 Meter lang. Im Total beträgt die Eisfläche 1800 Quadratmeter. 54 Kubikmeter Wasser benötigt man für die Produktion des Eises. Eine 4,5 Zentimeter dicke Eisschicht bedeckt die Kühlrohre. In diesen Stahlrohren fliesst CO2 (Kohlendioxyd) hindurch, welches kühlt und Eis produziert. Wenn man die Rohre zusammenlegen würde, ergäbe dies eine Strecke von 21,5 Kilometern Länge. Die Stromkosten für das Eis betragen ungefähr 40 000 bis 50 000 Franken pro Monat im Winter. Auch ein öffentliches Eisfeld gehört dazu.

Name kommt von Familienbetrieb
Ein grosser Familienbetrieb namens Bossard in Zug sponserte den Namen für die Arena. Die Firma Bossard verkauft alles rund um die Schrauben. Alle zehn Jahre wird der Sponsorenname gewechselt. Früher hiess die Halle, welche 2008 abgerissen wurde, Herti. So heisst auch das Gebiet, wo die neue Arena steht. Im Winter wird die Halle vorwiegend durch den EVZ und Curling genutzt. Auch Eisballette werden aufgeführt. Im Sommer werden Konzerte und Generalversammlungen durchgeführt.

Abwärme reicht für Sporthalle
Die Bossard-Arena ist das erste Eisstadion in der Schweiz, welches nach Minergiestandard gebaut wurde. Die meiste Energie wird aus dem 7 Grad warmen Seewasser durch Wärmeaustausch gewonnen. Eine zusätzliche Stromerzeugung findet mit einer Solaranlage auf dem Dach der Arena statt. 3000 Quadratmeter total beträgt die Solarfläche, welche Strom liefert. Die Abwärme wird weiter genutzt für ein Hochhaus, drei Wohnblöcke und eine Sporthalle.

Quelle: Neue Luzerner Zeitung

 

Zurück

News

31.01.2013 16:29

Manifest der Wirtschaft für die Energiewende

22 Branchenverbände und Organisationen mit mehreren tausend Unternehmungen sagen Ja zur neuen Energiestrategie des Bundes. Die Macher der Energiewende erachten die Stossrichtung der Vernehmlassungsvorlage zur Energiestrategie 2050 als zielführend und praxisnah.

Weiterlesen …

17.01.2013 16:27

2. Minergie Expo – Energiewende am Beispiel Gebäude

Fast auf den Tag genau 2 Jahre nach Fukushima findet die 2. Schweizer Minergie Expo statt. Grund genug, den Gebäudesektor unter die Lupe zu nehmen. Vom 7. – 10. März 2013 zeigen 250 Aussteller in der Messe Luzern das Neuste in der energetischen Modernisierung von Gebäuden.

Weiterlesen …

17.01.2013 16:14

Energie sparen wird gefördert

Der Regierungsrat des Kantons Nidwaldenhat das Programm für die Förderung von Massnahmen zur sparsamen Energienutzung sowie zur Nutzung von erneuerbaren Energien für das Jahr 2013 genehmigt. Die Gebäudeeigentümer können von zusätzlichen Förderbeiträgen profitieren.

Weiterlesen …