MINERGIE®-Zertifikat für die Lötschenpasshütte

10.07.2009 11:49 von Antonio Milelli

Im Rahmen einer Fachveranstaltung durfte Beat Dietrich, Hüttenwart, Initiant und Co-Planer der neuen Lötschenpasshütte am 10. Juli 2009 von Moritz Steiner, Leiter Dienststelle Energie Kanton Wallis, das Zertifikat für die schweizweit erste energieautarke MINERGIE®-Hütte entgegennehmen. Die auf dem 2690 m.ü.M. gelegenen Lötschenpass erstellte Alpinistenunterkunft genügt höchsten Komfortansprüchen und bürgt für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Umwelt.


v.l.n.r.: Moritz Steiner (Leiter Dienststelle Energie Kanton Wallis), Beat Dietrich (Hüttenwart und Initiant Lötschenpasshütte) und Franz Beyeler (Geschäftsführer MINERGIE®).


Als ältester Übergang zwischen Wallis und Bern zieht der Lötschenpass noch heute viele Wanderer an. Die herrliche Aussicht auf die Walliser Viertausender entlohnt sie für den strengen Aufstieg. Die Lötschenpasshütte liegt in einem geologisch sehr interessanten Gebiet, bietet aber auch dem Blumen- und Tierfreund aussergewöhnliche Momente. In der kargen Umgebung der Hütte suchen sich oft ganze Rudel von Steinböcken die saftigsten Kräuter.

Die Lötschenpasshütte liegt am höchsten Punkt des Überganges auf 2690 m.ü.M. und bietet 70 Personen Platz in diversen Massenlagern. Die Hütte wurde in den vergangenen Jahren fundamental erneuert und auf den neusten Stand der Technik gebracht. Im Vordergrund der Erneuerung stand eine Kombination moderner Technik und dem Einsatz örtlicher Energie für einen komfortablen Betrieb der Hütte. Luftvorwärmung, Blockheiz-Kraftwerk mit Wärmegewinnung, Sonnenkollektoren, Komfortlüftung, Photovoltaik-Module, und eine Windenergieanlage stehen heute zur Verfügung. Die Berghütte mit dem Zertifikat VS-537 wurde nach den Kriterien von MINERGIE® erstellt.

Viele Vorteile für die Gebäudenutzer
Dass die neue Lötschenpasshütte im MINERGIE®-Standard realisiert wurde, bringt den Besuchern und Betreibern zahlreiche Vorteile: Sie haben keine kalten Füsse, da die Wärme durch die Bodenheizung von unten kommt; die Fensterplätze weisen keinen Durchzug auf und von den Wänden strahlt wegen der guten Dämmung keine Kälte ab. Mittels Lüftung wird die Wärme im ganzen Haus verteilt. Weiter geniessen die Alpinisten dank der Komfortlüftung in den Schlafräumen, besonders bei kaltem und stürmischem Wetter, viel Komfort und haben am Morgen trockene Kleider und Schuhe.

Fachveranstaltung mit Zertifkatsübergabe
Dank dem verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Umwelt nimmt die Lötschenpasshütte eine einmalige Vorbildrolle ein. Sie ist die erste Berghütte dieser Art in der Schweiz. Deshalb hat der Verein MINERGIE® in Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis, der Saint-Gobain Isover AG und den Betreibern der Lötschenpasshütte am 10. Juli eine Fachveranstaltung mit Zertifikatsübergabe und Objektbesichtigung organisiert.

Im Anschluss an die Referate überreichte Moritz Steiner, Leiter Dienststelle Energie des Kantons Wallis dem Hüttenwart, Initiant und Co-Planer Beat Dietrich das MINERGIE®-Zertifikat und die Plaketten für das erste energieautarke MINERGIE®-Hütte.


Referate und Medienmitteilung

Link zu den Referaten der Veranstaltung

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