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Sehr geehrte Damen und Herren
MINERGIE-A stösst auf ausserordentliches Interesse. Nach der Vorankündigung der Lancierung im Newsletter 2/2010 sind von verschiedenen Seiten diverse Anregungen und Anfragen, auch schon betreffend der Zertifizierung konkreter Objekte, eingegangen.
Die öffentliche Vernehmlassung - die erste in der Geschichte von MINERGIE - fand ein grosses Echo. 79 Stellungsnahmen sind eingegangen. Entsprechend ihren meist sehr umfangreichen, detaillierten, kompetenten und ausführlichen Rückmeldungen stehen die zahlreichen Organisationen, Institutionen, Verbänden und Einzelpersonen MINERGIE-A im Grundsatz mehrheitlich positiv gegenüber. Es zeigte sich, dass einige Aussagen und Wünsche teilweise gegensätzlich und widersprüchlich sind, die Antworten in einigen Punkten aber auch gut übereinstimmen. Neben der Möglichkeit, konkret zur Standard-Definition Stellung zu nehmen, wurden auch viele Aussagen zu den bestehenden Standards von MINERGIE abgegeben. Im Folgenden ist die statistische, nicht nach Grösse oder Bedeutung des Absenders gewichtete Auswertung aller Rückmeldungen grafisch dargestellt. Die Auswertung wurde einerseits nach den Fragen gemäss Fragenkatalog in der Vernehmlassung und anderseits nach relevanten, häufig genannten Aspekten durchgeführt. Da die Vernehmlassung nicht über ein Formular mit klar vorgegebenen Fragen geführt wurde, gibt es einen wechselnden Anteil Vernehmlasser, die zum jeweiligen Aspekt kein Statement abgegeben haben.
Die Nutzung und Würdigung der Stellungnahmen ist für MINERGIE eine grosse Herausforderung und mit grossem Aufwand verbunden. Der aktuelle Stand ist, dass MINERGIE-A für neue Wohnbauten, wie bisher schon vorgesehen, im Rahmen der 2. MINERGIE Fachtagung am 10. März in Luzern lanciert werden wird. In der kurzen verbleibenden Zeit müssen nun die Anforderungen angepasst und die nötigen Unterlagen bereitgestellt werden. Aufgrund dessen werden wir nicht in der Lage sein, bereits vor dem 10. März Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, Anträge entgegenzunehmen oder vorzubesprechen. Hingegen werden wir in einem späteren Newsletter informieren, welche Anforderungen und Nachweismodalitäten vom Vorstand festgelegt wurden, sobald diese Festlegungen erfolgt sind.
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Auswertungskriterien
- Beurteilung der Einführung eines neuen Standards - Primäranforderungen - Beurteilung der Kennzahl Gesamtenergie - Beurteilung der Kennzahl Wärme - Beurteilung des Einbezugs von Grauer Energie - Soll der Haushaltsstrom berücksichtig werden? - Beurteilung des Freibetrags für Biomasse - Soll PV begrenzt werden? - Sollen neue Kategorien eingeführt werden? - Diverse Aspekte
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Keine explizite Fragestellung zu diesem Kriterium in Anhang der Vernehmlassung
• "NullEnergie/PlusEnergie…": Abstimmung auf europäische Standards erwünscht • "NullEnergie/PlusEnergie.." und "Labelsalat": Sind nicht grundsätzlich gegen neuen Standard • Generelle Vorbehalte wegen Ablösung von MINERGIE durch MINERGIE-P und von MINERGIE-P durch MINERGIE-A
NZEB: Nearly Zero Energy Building
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Frage im Anhang der Vernehmlassung: Soll vollumfänglich auf die Primäranforderungen verzichtet werden?
• Es ist davon auszugehen, dass alle Befürworter der Primäranforderung eine Unterscheidung nach Kategorie befürworten • Oft genanntes Argument für Primäranforderung: Planungssicherheit • Prozentangaben beziehen sich auf den Grenzwert gemäss Norm SIA 380/1 • Energieangaben sind absolut zu verstehen, d.h. unabhängig von den Grenzwerten gemäss Norm SIA 380/1
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Keine explizite Fragestellung zu diesem Kriterium in Anhang der Vernehmlassung
• Oft als kritischer Punkt genannt: Verrechnung von Grauer Energie und Elektrizitätsbedarf im Grenzwert Gesamtenergie
GE: Graue Energie
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Keine explizite Fragestellung zu diesem Kriterium in Anhang der Vernehmlassung
• Oft gefordert: Grenzwert Wärme als Richtgrösse oder untergeordneter Grenzwert • Oft gefordert: nur Grenzwert für Gesamtenergie, kein zusätzlicher Grenzwert für Wärme (in "Schlecht" erfasst)
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Frage im Anhang der Vernehmlassung: Wie stellen Sie sich zum Konzept der nicht anrechenbaren Energie für Graue Energie?
• Vorbehalte wegen Basisdaten (z.B. Berücksichtigung von Materialien, für die keine Daten vorliegen) • Vorbehalte wegen Erfassung (z.B. Unklarheiten in Bezug auf Ausbau zum Zeitpunkt der Antragstellung) und in Bezug auf die Systemgrenzen
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Keine explizite Fragestellung zu diesem Kriterium in Anhang der Vernehmlassung
• "Wert genauer ermitteln" Enthält auch Forderungen, zwischen MFH und EFH zu unterscheiden
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Frage im Anhang der Vernehmlassung. Wie stellen Sie sich zum Konzept der nicht anrechenbaren Energie für Biomasse?
• "10 kWh/m2": Befürworten einen Abzug, ohne Angaben zur Höhe desselben zu machen • "ThermSolar + EE ermöglichen": Befürworten das System, ohne Aussagen zum Abzug zu machen • Oft gefordert: Eine grundsätzliche Anpassung der MINERGIE- Gewichtungsfaktoren
ThermSolar: Thermischer Solarkollektor EE: Erneuerbare Energien, z.B. Holz
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Keine explizite Fragestellung zu diesem Kriterium in Anhang der Vernehmlassung
• Häufige Befürchtung: Eine Begrenzung kann als "PV-feindlich" missverstanden werden • "Begrenzung mit kWpeak/m2EBF". Befürworten nicht immer eine Begrenzung
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Frage im Anhang der Vernehmlassung. Soll der MINERGIE-A-Standard auch für weitere Gebäudekategorien geschaffen werden?
• "Modernisierung" und "Verwaltung / öffentl. Bauten": Nennen diese Kategorien explizit • Oft gewünscht: Grundsätzlich alle Kategorien ermöglichen, dies aber nicht überstürzt
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Keine explizite Fragestellung zu diesen Kriterien in Anhang der Vernehmlassung
• "Standard vereinfachen": Bezieht sich nicht nur auf MINERGIE-A sondern vielmehr auf alle Standards
UBP: Umweltbelastungspunkt
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