Worin unterscheiden sich die Dämmmaterialien?

Jedes Dämmmaterial hat spezifische Eigenschaften, die sich auf die optimale Dämmstärke auswirken. Für die Ökobilanz spielt zudem eine Rolle, wie viel Energie die Herstellung und Entsorgung des Dämmmaterials sowie der jeweiligen Unterkonstruktion (Dübel, Latten, Schrauben, Platten) benötigt. Auch die Lebensdauer der Dämmung (in der Regel 30 bis 50 Jahre) ist ein wesentlicher Faktor.

Glaswolle
weist eine gute Isolierfähigkeit auf, ist aber ein vergleichsweise schweres Material mit höherer Umweltbelastung für Herstellung und Entsorgung (Verbrauch fossiler Energien und Ressourcen, hohe CO2-Belastung).

Steinwolle
ist ein natürliches Material mit einer guten Isolierfähigkeit. Der Anteil an «grauer Energie» ist um einiges geringer als bei Glaswolle. Steinwolle ist allerdings ein sehr schweres Material, und bei der Herstellung und Entsorgung entsteht eine eher hohe Umweltbelastung.

Polystyrol (EPS)
führt in der Herstellung und Entsorgung zu einer hohen Umweltbelastung (insbesondere hohen Treibhausgasemissionen), verfügt aber bei wenig Materialeinsatz über eine sehr gute Isolierfähigkeit.

Polyurethan (PUR/PIR)
ist ein Kunststoffschaum und wird aufgrund seiner niedrigen Wärmeleitfähigkeit bereits als Hochleistungsdämmstoff bezeichnet. Die Herstellung dieses Dämmmaterials belastet die Umwelt beträchtlich.

Zellulose
ist eines der ökologischsten Materialien mit sehr niedriger Umweltbelastung in der Herstellung und Entsorgung. Zudem ist es relativ leicht. Die Isolierfähigkeit ist im Vergleich mit anderen Dämmungen aber eher niedrig, was sich auf die Dämmstärke auswirkt.