Das Minergie-A-Haus

(Beispiel Neubau, Wohnen)

Minergie-A für Neubauten

Das Plusenergie-Gebäude

Der Baustandard Minergie-A existiert seit 2011 und ist der jüngste unter den Minergie-Baustandards. Auf 2017 wurden die Anforderungen konsequent erhöht und so wesentliche weitere Innovationsschritte gemacht.

Ein Minergie-A-Haus hat eine positive Energiebilanz. Das bedeutet, dass es seinen Verbrauch für Raumwärme, Wassererwärmung, kontrollierten Luftwechsel, sämtliche elektrischen Geräte und die Beleuchtung in der Jahresbetrachtung durch eigens produzierte erneuerbare Energien deckt. Vom selbst produzierten PV-Strom darf der Eigenverbrauch voll und der ins Netz eingespiesene Strom teilweise angerechnet werden.

Hohe Gestaltungsfreiheit

Bei Wohn-Neubauten nach Minergie-A muss die Minergie-Kennzahl unter 35 kWh/m2 und Jahr liegen. Der Gestaltungsfreiheit sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Zur Einhaltung der Minergie-Kennzahl können die Eigenstromproduktion maximiert (beispielsweise in der Fassade), grosse Speicher gebaut, die elektrischen Verbraucher geregelt (Lastmanagement), die Gebäudehülle optimiert oder der Strombedarf minimiert werden.

Minergie-A-Neubauten sollen keine fossilen Feuerungen enthalten, indirekte fossile Belastungen sind aber zulässig (Spitzenlast, Strom, Fernwärme). Ein kontrollierter Luftwechsel wird vorausgesetzt. Zusätzlich wird die Luftdichtheit bei jedem Minergie-A-Gebäude geprüft und ein Energie-Monitoring für alle Gebäudegrössen vorausgesetzt.

Minergie-A ist frei mit den Zusatzprodukten ECO, MQS Bau und MQS Betrieb kombinierbar, ebenso mit dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) für sozioökonomische Aspekte.

Weitere Informationen zum Baustandard Minergie-A finden Sie unter Zertifizieren.