Die neue gemischt genutzte Siedlung Baarermatte in Baar (Zug) setzt konsequent auf ökologischen Holzbau bei Tragwerk und Fassaden, auf die Wiederverwendung von Elementen aus dem Bestandsgebäude und auf das Schwammstadt-Prinzip. Insgesamt realisiert die Bauherrin Allreal 104 Eigentumswohnungen, sechs Ateliers, und mehr als 6000 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche. Für den motorisierten Individualverkehr entsteht ein Mobilitätsturm. Das Projekt verfolgt höchst ambitionierte Nachhaltigkeitsziele und wird nach SNBS-Hochbau (Gold) zertifiziert.
Woher kommt das Holz?
- Rund 30’000 Kubikmeter Mondholz aus nachhaltig bewirtschafteten Hochwäldern der Zentralschweiz
Wo und wie wird das Holz verarbeitet?
- Das Holz wird in der Zentralschweiz gefällt und vor Ort verarbeitet, was die regionale Wertschöpfung stärkt.
- Mit der lokalen Verarbeitung bleiben auch die Transportwege kurz und die CO₂-Emissionen gering.
Was wird bei der Beschaffung anders gemacht?
- Die Holzbeschaffung folgt strengen Nachhaltigkeitskriterien, um Biodiversität und Waldökosysteme zu schützen.
Was wird bei der Planung anders gemacht?
- Der Mobilitätsturm ersetzt unterirdische Garagen, um Betonverbrauch zu minimieren und Flächen für Biodiversität freizuhalten.
- Re-Use: Materialien aus dem Altbestand (Bürogebäude) werden wiederverwendet. Betonplatten werden als Treppenwände oder Stützen in Neubauten integriert. Dies spart Energie und reduziert Transportwege.
Was wird beim Bau berücksichtigt?
- Materialfluss: Recycling aus dem Altbestand (zum Beispiel Beton, Stahl) reduziert den Material-Transport.
- Baumbestand: Über 30 Bäume werden umgesiedelt, zwischengelagert und beim Neubauprojekt wieder eingepflanzt.
Das Gebäude im Überblick
2026 – 2028
Neubau, Büro- und Wohngebäude
SNBS-Hochbau, Gold
- Wald: St. Joder im Engelbergertal
- Verarbeitung: Rothenburg bei Luzern
- Projekt: Baar, Zug
6 kg CO2e / m2 (angestrebt)
Bildrechte: Pyxel