Minergie-P: Der Gebäudenhüllenprofi

Minergie-P-Bauten erfüllen alle Aspekte eines Minergie-Baus und zeichnen sich durch maximale Energieeffizienz und Komfortmerkmale aus. Seit 2003 erhielten erst rund 6500 Gebäude die Zertifizierung. Minergie-P-Bauten verfügen über ein eigenständiges Gesamtkonzept, welches einen möglichst niedrigen Energieverbrauch bewirkt. Die Kombination aus optimaler Dämmung und bestmöglicher Nutzung passiver Wärmequellen (z.B. Sonnenenergie) gewährleisten höchsten Komfort, weil dadurch die Wärme in den Wintermonaten spürbar länger im Gebäude bleibt. Minergie-P-Bauten sind oft sehr kompakt und damit wirtschaftlich attraktiv.

Das Minergie-P-Haus

(Beispiel Neubau, Wohnen)

Herausragende Gebäudehülle

Die energetische Qualität von Minergie-P-Gebäuden zeigt sich in ihrer Minergie-Kennzahl (Gesamtenergiebilanz). Bei Wohn-Neubauten beträgt diese 50 kWh/m2 und Jahr (gewichtete Endenergie). Dabei fliessen der Verbrauch für Wärme, Haustechnik, Geräte, Beleuchtung und der Ertrag aus eigens produzierter Elektrizität ein. Bei grossen Gebäuden sichert ein Energie-Monitoring den optimalen Betrieb der Haustechnik. Ein kontrollierter Luftwechsel wird vorausgesetzt. Die Eigenstromerzeugung ist grundsätzlich vorgeschrieben, Ausnahmen sind möglich. Vom selbst produzierten PV-Strom darf der Eigenverbrauch voll und der ins Netz eingespeiste Strom teilweise angerechnet werden. 

Die Gebäudehülle unterschreitet die gesetzlichen Anforderungen (MuKEn 2014) für Neubauten um mindestens 30%. Die Luftdichtheit der Gebäudehülle wird bei jedem Minergie-P-Gebäude geprüft und dem sommerlichen Wärmeschutz gilt ein spezielles Augenmerk.

Minergie-P ist frei mit den Zusatzprodukten ECO, MQS Bau und MQS Betrieb kombinierbar, ebenso mit dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) für sozioökonomische Aspekte.

Weitere Informationen zum Baustandard Minergie-P finden Sie unter Zertifizieren.