Geschichte


Unsere Anfänge

Das Konzept des Minergie-Standards stammt aus dem Jahre 1994 von Dr. Ruedi Kriesi und Heinz Uebersax. Im selben Jahr konnten die ersten zwei Minergie-Häuser in Kölliken realisiert werden. Wichtige Grundlagen für Minergie bildeten zudem die Erfahrungen mit der 1988 bis 1990 realisierten Null-Heizenergiesiedlung in Wädenswil (Architektur Ruedi Fraefel, Energiekonzept Ruedi Kriesi, ZH-001).

1997 wurde die Marke Minergie von den Kantonen Zürich und Bern übernommen, 1998 wurde der Verein Minergie gegründet. Der Verein steht neben Kantonen und Gemeinden auch natürlichen und juristischen Personen offen.

Stark geprägt wurde der Verein Minergie neben den Gründern durch die Präsidenten Regierungsrat Peter C. Beyeler (2002-2010), Regierungsrat Heinz Tännler (2010-2018) und Regierungsrat Marc Mächler (2018-2022). Der langjährige Geschäftsführer Franz Beyeler (1998-2013) und der Leiter der Minergie Agentur Bau, Professor Armin Binz (2006-2012) haben ebenfalls grosse Verdienste am Erfolg. 

Das erste Produkt des Vereins Minergie war der Minergie-Niedrigenergie-Standard. Ende 2001 wurde Minergie-P als Niedrigstenergie-Standard respektive Schweizer Version des Passivhauses entwickelt. 2011 wurde der Nullenergie-Standard Minergie-A eingeführt. Seit 2006 sind alle Gebäudestandards dank einer Kooperation mit den Verein eco-bau mit dem ECO-Zusatz für ökologisches und gesundes Bauen kombinierbar. Die grosse Anzahl an Gebäuden, die in der Schweiz nach einem der Minergie-Standards zertifiziert sind, stellt im internationalen Vergleich einen sehr hohen Marktanteil dar.

2016 hat der Verein Minergie die markantesten Veränderungen seit seiner Gründung ausgelöst. Im Rahmen einer Reorganisation wurde eine Geschäftsstelle mit eigenen Angestellten aufgebaut. Ausserdem wurden die drei Minergie-Standards komplett überarbeitet, ein vereinfachtes Nachweisverfahren für Sanierungen eingeführt (Minergie-Systemerneuerungen) und erstmals Produkte für die Bau- und Betriebsphase (MQS Bau und MQS Betrieb) entwickelt. 

Seit 2017 wurden die Anforderungen ans Monitoring kontinuierlich weiterentwickelt, inzwischen können die Bedarfs- und Verbrauchsdaten bei neuen Minergie-Gebäuden nahezu vollständig automatisiert abgeglichen werden. 2020 wurde mit dem Produkt PERFORMANCE eine einfache Betriebsoptimierung ins Produkteportfolio aufgenommen.

2020 wurden die operativen Geschäfte der beiden Vereine GEAK (Gebäudeenergieausweis der Kantone) und Minergie zusammengelegt. Seit 2021 ist der Verein Minergie zudem im Rahmen der Zusammenarbeit in der «Schweizer Labelfamilie» zudem für die Zertifizierung, Vermarktung und Weiterbildung des SNBS (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz) zuständig.

Minergie heute

Seit 2022 wird der Verein von Regierungsrat Fabian Peter geführt. Der Verein zählt aktuell rund 350 Mitglieder und 1'500 Fachpartner. In den zwei Geschäftsstellen in Basel und Sion arbeiten über 30 Mitarbeitende, unterstützt durch die Agentur in Bellinzona (Ticino Energia). Die Minergie-Standards haben ihre grosse Bedeutung im Schweizer Markt in den letzten Jahren behaupten und weiter steigern können.