Tilia Tower, Lausanne (VD)

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Der Tilia Tower ist ein 90 Meter hoher Turm in Holz-Beton-Verbundbauweise. Das Projekt umfasst den 27 Etagen hohen Neubau Tilia Tower sowie die Renovierung von zwei bestehenden Gebäuden. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies 221 Wohnungen, ein Hotel mit 160 Einheiten, Co-Working- und Co-Living-Flächen, Gewerbe- und Büroflächen sowie 576 Fahrrad- und 150 Pkw-Stellplätze.

Woher kommt das Holz?

  • Beim Brettschichtholz handelt es sich um Schweizer Holz.
  • Die Baubuchenelemente werden aus deutschem Holz gefertigt.

Wo und wie wird das Holz verarbeitet?

  • Das Schweizer Holz wird beim Holzbauer JPF-Ducret in Orbe VD geklebt.
  • Die BauBuchen-Elemente werden beim deutschen Zulieferer Pollmeier in Deutschland geklebt.
  • Sämtliche tragende Holzelemente werden im Werk von JPF-Ducret weiterverarbeitet und fertiggestellt.

Was wird bei der Beschaffung anders gemacht?

  • 100 Prozent der Betonteile werden mit Recyclingbeton RC-C25 gefertigt.
  • Wo möglich, kommt der low-carbon Zement Jura Eco 3 zum Einsatz.

Was wird bei der Planung anders gemacht?

  • Der Tilia Tower verwendet eine Hybridkonstruktion, welche verschiedene nachhaltige Materialien kombiniert.
  • Für das Fundament sowie die Kernwände und Flachdecken wird recycelter Beton mit LC3-Zement verwendet und für die Tragstruktur eine Holzrahmenkonstruktion mit Verbunddecken genutzt.
  • Der Bauablauf ist durch einen sehr hohen Grad an Vorfertigung hochoptimiert. Das speziell für das Projekt entwickelte modulare Bausystem sorgt für eine Konstruktion im «Puzzle-Prinzip» und ermöglicht eine Etage innert 12 Arbeitstagen (!) zu fertigen.
  • Dieser hoch ambitionierte Bauablauf ist möglich, da sämtliche vorgefertigten Elemente (Stützen, Träger, Verbunddecken, Balkone, Bewehrung der Kernwände, Fassadenelemente) zusammenbaufertig auf die Baustelle geliefert und etagenweise passgenau zusammengeführt werden können.
  • Weitere vorfabrizierte Elemente, wie Badezimmer, werden bereits während dem Rohbau etagenweise zugeliefert, um den Bauablauf zu beschleunigen.
  • Einsatz modernster digitaler Werkzeuge für Planung und Koordination
  • Erstellung von Prototypen zur Überprüfung der Fertigungstoleranzen

Was wird beim Bau berücksichtigt?

  • Präzise Vorfertigung zur schnelleren Montage auf der Baustelle
  • Die Aussteifungskerne sowie Korridore werden ihrerseits klassisch in Ortbeton gefertigt.
  • Dieser hochkoordinierte Bauablauf ermöglicht, dass fast keine Wartezeiten für Betontrocknungszeiten erforderlich sind.

Das Gebäude im Überblick

Baujahr

2023 – 2026

Gebäudetyp

Neubau, Mischnutzung

Zertifizierung

Minergie-P ECO, SNBS Areal, 2000W Gesellschaft

Standorte (Wege des Holzes)
  • Wald: Schweizer und deutsches Holz
  • Verarbeitung: Orbe, JPF-Ducret
  • Projekt: Prilly, Lausanne
Kosten

100 MCHF

Gesamt-CO₂-Bilanz

8 kg CO2e / m2/Jahr gemäss SIA 2032

Bildrechte: Pedro Gutiérrez (Photodrone.pro)