Minergie-A: Das Klimagebäude

Ihre Vorteile

  • Ein Minergie-A-Gebäude produziert pro Jahr mehr erneuerbare Energie als Sie brauchen für Wärme, Wasser, Lüftung, sämtliche elektronischen Geräte und Beleuchtung.
  • Ein Minergie-A-Gebäude ist ein hocheffizientes Haus, das im Winter angenehm warm ist und im Sommer vor Hitze schützt – alles erneuerbar.
  • Mehr Klimaschutz beim Hausbau geht nicht, besonders wenn noch das Zusatzprodukt ECO dabei ist. Daher ist das Minergie-A-ECO-Gebäude: Das Klimagebäude!

Ein Minergie-A-Gebäude ist

Ein Minergie-A-Gebäude produziert mindestens so viel erneuerbare Energie wie die Bewohner im Jahr verbrauchen. Dies ist dank einer guten Gebäudehülle und effizienten Geräten, sowie dem Einsatz von Photovoltaik meistens problemlos möglich. Geschickt gebaut, schützt ein Minergie-Gebäude die Bewohner vier Mal besser vor der Sommerhitze als ein konventionelles Gebäude. Während die SIA 180 bei Wohnbauten bis zu 400 Überhitzungsstunden für den Nachweis des Komforts zulässt, begrenzt Minergie dies nämlich auf 100 Überhitzungsstunden.

Da ein Minergie-A-Gebäude vielfach mehr erneuerbaren Strom produziert, als die Bewohner zum Wohnen brauchen, kann es als Plusenergie-Gebäude bezeichnet werden. Dank dem Plus an Energie können zusätzlich Elektroautos am Minergie-A-Gebäude Sonne tanken und solar fahren.

Einfache Anforderungen an ein Monitoring des Verbrauches der verschiedenen Geräte und Systeme versichern nach dem Bau einen optimalen Betrieb des Gebäudes. Das Minergie-A-Gebäude ist so für Eigenstromoptimierung, Lastmanagement oder Smart Home bestens geeignet.

Minergie-A ist der anspruchsvollste Minergie-Baustandard, aber auch schon tausendfach erprobt: Wir prämieren 2020 das 1000ste Minergie-A-Gebäude. Wenn Sie nach Minergie-A bauen, bauen Sie ein Gebäude, das die künftigen Entwicklungen der Energiepolitik und die Komfortbedürfnisse der Bewohner unter der Klimaveränderung erfüllt.

Beschreibung des Plusenergie-Gebäudes

Ein Plusenergie-Gebäude hat über das Jahr gesehen eine positive Energiebilanz. Das bedeutet, dass es seinen Verbrauch für Raumwärme, Wassererwärmung, kontrollierten Luftwechsel, sämtliche elektrischen Geräte und die Beleuchtung in der Jahresbetrachtung durch eigens produzierte erneuerbare Energien (meist Photovoltaik) deckt. Dies bedingt eine hohe Effizienz der Gebäudehülle und Geräte und die Produktion von Strom. Im Gegensatz zu anderen sogenannten «Plusenergie-Gebäuden», wo der gesamte selbst produzierte Strom angerechnet werden darf, darf bei Minergie-A von der Eigenproduktion der Anteil, welcher selbst verbraucht wird (Eigenverbrauch), voll und der ins Netz eingespeiste Strom nur teilweise angerechnet werden. Der Eigenverbrauch kann über verschiedene Massnahmen optimiert werden. Dazu zählen unter anderem ein Lastmanagement der Geräte, z.B. der Betrieb der Waschmaschine, wenn die Photovoltaikanlage am meisten Strom liefert. Eine andere Möglichkeit ist, die Speicherung des produzierten Stroms in einer Batterie, so dass der Strom dann genutzt werden kann, wenn die Anlage keinen Strom mehr liefert (z.B. abends). Oder auch die Ladung eines Elektrofahrzeugs. Wird ein Minergie-A-Gebäude zusätzlich nach ECO zertifiziert, wird auch das verbaute CO2 bilanziert. 

Anforderungen an ein Minergie-A-Gebäude

In der Gestaltung, der Materialwahl sowie in Bezug auf die innere und äussere Gebäudestruktur macht Minergie keine Vorgaben. Minergie gibt mit dem Minergie-Grenzwert lediglich das Ziel «ein Plusenergie-Gebäude» vor. Wie das Ziel erreicht wird, das heisst, welche Faktoren Sie optimieren, steht Ihnen frei. Möglichkeiten gibt es viele, wie die Maximierung der Eigenstromproduktion mittels einer zusätzlichen Photovoltaikanlage in der Fassade, der Einbau eines grossen Energiespeichers (Batterie), die Regelung der elektrischen Verbraucher (Lastmanagement), die Optimierung der Gebäudehülle oder die Minimierung des Strombedarfs via Einbau von sehr effizienten Geräten.

Minergie-A und eine fossilfreiere Mobilität

Das Minergie-A-Gebäude kommt komplett ohne fossile Brennstoffe aus und kann sogar einen Beitrag zu einer fossilfreieren Mobilität leisten. Im Jahr 2019 hatte jedes 10. Auto einen Alternativantrieb, was eine 100 %ige Steigerung im Vergleich zu 2018 bedeutet. Elektroautos erfahren einen rasanten Anstieg im Marktanteil. 80% der Ladegänge werden beim Gebäude und nicht mehr an einer Tankstelle getätigt – zu Hause oder am Arbeitsplatz. Durch die hohe Eigenproduktion an Sonnenstrom können Minergie-A-Gebäude als klimafreundliche Tankstelle für Elektroautos dienen, weil der überschüssige erneuerbar produzierte Strom zur Ladung des Elektroautos genutzt werden kann. Minergie-Gebäude verlangen ab 2 Ladestationen ein smartes Ladesystem (Smart Charging), damit die Ladebedürfnisse und -möglichkeiten berücksichtigt werden können. 

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